Kosten

Privatpatienten
Grundlage der Abrechnung der Leistungen für den Privatpatient / die Privatpatientin ist die Gebührenordnung für Psychotherapeuten (GOP). Psychotherapie ist i.d.R. eine Leistung der Privaten Krankenversicherungen. Eine Psychotherapie ist allerdings bei vielen Krankenversicherungen genehmigungspflichtig. Deshalb sollten Privatpatienten wegen der Kosten bereits nach dem Erstgespräch einen formlosen Antrag auf Bewilligung einer psychotherapeutischen Behandlung / Kostenübernahme bei Ihrer Krankenversicherung stellen.

Für die Krankenversicherungen ist entscheidend, dass eine psychische Störung mit „Krankheitswert“ vorliegt. Sie bezahlen nicht die Behandlung alltäglicher Gefühlsschwankungen, sondern nur spezifische psychische Störungen, unter denen die Patienten leiden. Deshalb lassen die Kassenden Antrag über einen schweigepflichtigen Gutachter bzw. Vertragsarzt der PKV prüfen. Stimmt der Gutachter zu, übernimmt die Krankenversicherung die Kosten für eine bestimmte Anzahl von Sitzungen.

Je nach Therapieverfahren und je nach den individuellen Vertragsmodalitäten des Versicherten mit seiner Krankenversicherung, bewilligt die Krankenversicherung unterschiedliche Stundenkontingente.

Gesetzlich Versicherte
Im Gegensatz zu niedergelassenen psychologischen Psychotherapeuten mit KV-Sitz habe ich als privat niedergelassene psychologische Psychotherapeutin ohne Kassensitz keinen Abrechnungsvertrag mit den gesetzlichen Krankenkassen. Trotzdem können privat niedergelassene psychologische Psychotherapeuten auch in vielen Fällen gesetzlich Versicherte behandeln. Denn seit vielen Jahren gibt es eine massive Unterversorgung von Therapeuten mit Kassensitz, so dass die Versicherten oft monatelang auf einen Therapieplatz warten müssen.

Es gibt die „Notfallregelung bei Unterversorgung (§13 Abs.3 SGB V)“. Sie besagt, dass bei unzumutbar langer Wartezeit (praktisch drei Monate oder länger) und in nicht annehmbarer Entfernung die gesetzliche Kassedie Behandlung bei einem nicht kassenzugelassenen Therapeuten erstatten muss (SGB 5 § 13, Abs. 3).

Dazu muss der gesetzlich Versicherter allerdings vorher die Übernahme der Kosten über das „Kosten-Erstattungsverfahren“ bei seiner Krankenkasse beantragen.

Grundlage der Abrechnung meiner Leistungen ist auch hier die Gebührenordnung für Psychologische Psychotherapeuten (GOP).

Beihilfe und Berufsgenossenschaft
Beihilfen übernehmen in der Regel die Kosten für eine Psychotherapie bei privat niedergelassenen Psychotherapeuten nach ordnungsgemäßer Antragstellung. Berufsgenossenschaften erstatten in der Regel die Kosten, wenn infolge arbeitsbedingter Gegebenheiten psychotherapeutischer Bedarf besteht – beispielsweise aufgrund eines traumatischen Ereignisses.

Selbstzahler
Natürlich haben Sie auch die Möglichkeit Ihre ambulante Psychotherapie selbst zu zahlen. Dies kann z.B. sinnvoll sein, wenn Sie vor Ihrer Verbeamtung stehen oder den Wechsel in eine private Krankenkasse anstreben. Die Gebühren für eine ambulante psychotherapeutische Sitzung beträgt laut GOP aktuell 100,56 Euro.